Mittwoch, 5. März 2008

En vadrouille

Zur Zeit hat Pierre Urlaub und so sind wir cafetagsüber meistens auf Achse: in Paris gibt es einfach immer wieder Neues zu entdecken. Gestern z. B. ein polnisches Restaurant oder die Toilettes publiques, die schönsten (!)öffentlichen Toiletten von Paris, ganz im Jugendstil auf dem Place de la Madeleine... Am Nachmittag geht's ab zum Teetrinken in den japanischen Garten der Pagode.
Mehr dazu nächste Woche!

Sonntag, 24. Februar 2008

Huhn-Tajine mit Backpflaumen und Mandeln

Régal ist meine allerliebste Küchenzeitschrift. Leider regalerscheint sie nur alle zwei Monate, und um die Zeit zwischen zwei Ausgaben zu verkürzen, blättere ich immer wieder mit Genuss in den alten Ausgaben. Übrigens 'schmökert' auch mein Zwergchen gerne in den alten Régals, und beißt auch mal gerne rein, was man am Foto erkennen kann...:-)
So ist mir kürzlich in der Oktober-Novemberausgabe 2007 ein Rezept aufgefallen, das - laut Régal - das Lieblingsrezept des Rugbyspielers Fred Michalak sein sollte. Hmmm, wenn der Mann mit der Unterlippe eines Marlon Brando das Rezept empfiehlt, dann laufe ich gerne BLINDLINGS ins Verderben und koch es nach...
Einige leichte Änderungen konnte ich mir allerdings trotzdem nicht verkneifen: Ich lass die Tajine wesentlich länger kochen als angegeben, hab die Erdnüsse durch Erdnusspaste ersetzt und den Koriander durch Petersilie. Ach ja: den Kümmel hab ich auch weggelassen (Kümmel ist so ziemlich das einzige Gewürz, auf das ich gerne verzichte...)

Huhn-Tajine mit Backpflaumen und Mandeln (4 Personen)

- 1 Huhn, in 8 Teile zerlegt
- 1 fein gehackte Zwiebel
- 3 Karotten, in kleine Scheiben geschnitten
- 2 EL Olivenöl
- 2 cm frischen Ingwer, so klein wie möglich geschnipselt
- 1 KL Ras-El-Hanout
- 1 KL Zimt (oder eine Zimtstange)
- 8 Backpflaumen (am besten schön fleischig französische Trockenpflaumen aus Agen)
- 1 EL Orangenblütenwasser
- 1 EL Erdnusspaste
- eine Handvoll geschälte Mandeln
- Petersilie (oder frischen Koriander)
- Salz und Pfeffer

Die Hühnerstücke im Olivenöl goldbraund braten.
Zwiebel und Karotten dazugeben und ca. 10 Minuten lang bei mäßiger Hitze mitbraten. Mit ca. 200 ml Wasser aufgießen.
Ras-El-Hanout, Ingwer, Zimt und Backpflaumen dazugeben und bei mäßiger Hitze die Flüssigkeit auf die Hälfte einkochen lassen (ca. 20 Minuten lang).
Orangenblütenwasser und Erdnusspaste dazugeben und noch mal 30 Minuten lang schmoren lassen (diemal den Deckel drauf geben), bis das Fleisch gar ist und die Soße schön cremig.
Die Mandeln in einem Pfännchen ohne Fett grillen und zum Fleisch geben.
Mit fein gehackter Petersilie servieren.
Un régal!
Übrigens besitze ich keinen speziellen Tajine, das Gericht kann auch in einem normalen Schmortopf aus Gusseisen (z.B. von Staub) zubereitet werden.

Dazu natürlich Couscous servieren. Und was isst Baby dazu?
tajine

Duftendes Meersalz mit Orange

Seit ich Orangen aus biologischem Anbau kaufe, schmeiß ich die Schalen, die doch so reich an ätherischen Ölen sind und deshalb so toll riechen, nur ungern weg.
Hier ein wirklich einfaches Rezept für ein herrlich nach Orangen duftendes Meersalz. Man kann selbstverständlich auch Zitronen dafür verwenden.

500 g Meersalz
mit der geriebenen Schale einer Bioorange vermischen und in einem Glas gut verschließen. Schon nach ein paar Stunden hat das Salz den Duft der Orangen angenommen und kann in allen möglichen Rezepten verwendet werden: Daube de boeuf, fürs Pastawasser, gedämpften Fisch, Babybreie usw....

Freitag, 22. Februar 2008

Babygrießbrei mit Karotte, Honig und Zimt

Während meine Huhn-Tajine dahinschmorte und Tausendundeinenachtsdüfte in unserer carottetcoqganzen Wohnung verströmte, wollte ich noch ganz schnell ein kleines Abendgericht für meinen Léo kreieren, der heute Nachmittag mit seinem Papa zum Arzt muss. Impfung...
Für den Freitagabend natürlich etwas Süßes, mit Karotten und Weizengrieß.

- 1 Karotte
- 40 g Weizengrieß
- eine Messerspitze Zimt
- eventuell ein klein wenig Honig (1/2 KL)

Die Karotte in Scheiben schneiden, Zimt dazugeben und weich dämpfen (ich verwende einen Bambusdämpfer dazu).
Den Weizengrieß in kochendes Wasser geben (eventuell ein paar Körnchen Orangenmeersalz hinzufÜgen) und mit dem Schneebesen verrühren, damit keine Klumpen entstehen.
Laut Packungsanweisung kochen, bei mir dauerte es 15 Minuten. Mit den weich gekochten Karotten und dem Honig in den Mixer geben und zu einem Brei mixen.

Meine allerersten Schabbatbrote

So, endlich hab ich's geschafft: meine ersten beiden Challot sind fertig und warten auf heute Abend... War gar nicht so schwer, nur das Flechten muss ich noch ein wenig üben ;-)
challe2

Schwarzwurzel-Sellerie-Risotto fürs Baby

Als ich am Montag Hähnchen mit Schwarwurzeln zubereitete, habe ich es einfach nicht übers Herz gebracht, mein Léole leer ausgehen zu lassen! Ich finde es einfach wichtig, dass mein Männchen so viel wie möglich verschiedenes Gemüse kostet, besonders, wenn es sich um Produkte aus biologischem Anbau handelt, die auch richtig nach was schmecken! Also hab ich ihm ein paar Grämmchen von den in Salzwasser gekochten Bioschwarzwurzeln eingefroren. Für spätere Verwendung.
Gestern Abend kam mir die Idee, eine Art Babyrisotto zu kochen. Mit Schwarzwurzeln, Rundkernreis, Sellerie und ein klein wenig Thymian. Ich würde sagen, dass sich die Mahlzeit für ein Baby ab so ca. 1 Jahr eignet.

Dazu einfach 40 g Reis in ca. 200 ml kochendes mit ein paar salsifi_bebeMeersalzkörnchen angereichertes Wasser geben. 40 g Sellerie und 80 g Schwarzwurzeln in Stückchen schneiden und zum Reis geben. Mit etwas Thymian würzen und ca. 20 Minuten lang köcheln lassen, bis der Reis sich mit dem Gemüsewasser vollgesaugt hat. Eventuell ein wenig Wasser nachgießen.
Den Risotto vom Feuer nehmen und mit ein wenig Biorapsöl vermixen. Ich habe außerdem noch ein klein wenig Parmesankäse darübergerieben.
Mein Männchen ließ es sich schmecken!
Garten-Koch-Event

Donnerstag, 21. Februar 2008

Kokosnuss-Sorbet

Februar ist DER Monat für frische Kokosnüsse. So war es also coconicht weiter erstaunlich, dass mitten in meinem letztwöchigen Biokorb eine frische Kokosnuss aus den Antillen thronte.
Zwei Wochen lang ließ ich der Nuss erst einmal ihren Frieden, denn mehrmals habe ich schon gelesen, dass man Kokosnüsse problemlos mehrere Wochen lang bei Raumtemperatur aufbewahren kann.
Ich wollte mich erst einmal gründlich nach einem passenden Rezept umsehen: Curry, ein exotischer Hühnchensalat, ein Flan, diesmal mit Kokos? Nun liebe ich halt eben EINFACHHEIT, und besitze exotische Zutaten in äußerst begrenzter Menge (eigentlich hab ich an 'Exotischem' gerade mal ein Fläschchen Sojasoße im Kühlschrank). So fiel bei mir bald schon der Groschen: Kokosnusssorbet (OHNE Milch).

- 1 Kokosnuss
- die Milch der Kokosnuss+ zusätzliches Wasser, insgesamt 500 ml
- 50 g Zucker (das Rezept sprach von 150 g, was mir aber wirklich viel zu viel erscheint... Geschmackssache!)
- Saft einer Zitrone (ca. 70 ml)

Kümmern wir uns zuerst einmal um Kokosnuss: Mit dem Flaschenöffner in eines der drei Augen bohren (eventuell mit dem Hammer nachhelfen, wenn's sein muss), um die Milch aus der Nuss in eine Schüssel fließen zu lassen.
Nun die Kokosnuss in das vorgeheizte Rohr bei Thermostat 7 so lange erhitzen, bis sich Sprünge in der Schale bilden. So lässt coco_ouvertsich die Nuss am leichtesten öffnen und auch das Fruchtfleisch löst sich wie durch ein Wunder. Noch ein Vorteil: die beiden Schalenhälften bleiben intakt und lassen sich prima zu Kinderspielzeug, Aschenbecher oder kulinarischer als dekorative Eis- oder Obstsalatschüsselchen verwenden!
Das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden (ich habe insgesamt 220 g zusammengebracht). In einen Kochtopf geben und mit der Kokosmilch plus ein wenig Wasser (insgesamt 500 ml Flüssigkeit) auffüllen. Deckel drauf und ca. 20 Minuten lang bei kleiner Hitze köcheln lassen.
In den Mixer geben und mit dem Zitronensaft zu einer cremigen Masse mixen.
Abkühlen lassen und dann in die Sorbetmaschine geben.

Ich bin gerade in der Abkühlungsphase, hab die Masse aber schon mal warm gekostet. Herrlich erfrischend, dank der Zitrone. Die Textur ist allerdings ein wenig "körnig", da sich die Kokosnuss trotz Mixens nicht vollständig in der Flüssigkeit auflöst.
Beim nächsten Mal hebe ich wahrscheinlich noch zwei zu Schnee geschlagene Eiweiße unter. Dann darf man das Sorbet aber höchstens eine Woche im Gefrierfach aufbewahren.
Natürlich lässt sich das Rezept auch mit Milchprodukten herstellen. Mein Tipp: süße Kondensmilch verwenden.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Gegrillte Kürbiskerne

Es gibt Tage, an denen man gänzlich außer Stande ist, butteschaumont1irgendeinen Entschluss zu fassen. Auch, wenn es um mäßig existenzielle Fragen wie das Abendessen geht.
Als ich um 9 Uhr abends immer noch unschlüssig war, was ich denn nun kochen könnte, griff ich schlussendlich zu einem Bund Karotten, um daraus meine Karottencremesüppchen anzurichten.
Diesmal mit Rosmarin, Sellerie, ein wenig Knoblauch und zum Schluss noch ein Kügelchen Ricotta.
Soweit so gut. Während mein Süppchen auf dem Herd dahinköchelte, fiel mein Blick auf eine Packung Biokürbiskerne. Da hatte ich doch im letzen Buch meines Küchengurus Patricia Wells was darüber gelesen...

Gegrillte Kürbiskerne

Ganz einfach zuzubereiten (15 Minuten, einschließlich Backrohr) und ebenso schnell gegessen! Die Kerne habe ich auf die mit Ricotta garnierte Karottencreme gegeben, aber sie eigen sich hervorragend als Aperitif und man kann sie problemlos 2 Wochen lang in einem gut verschlossenen Glas, Tupperware oder ähnliches aufbewahren.

kikkoman1- 250 g Kürbiskerne
- 1 KL Gomasio (oder 1/2 KL feines Meersalz)
- 2 EL Sojasoße (ich nehme die süßliche von Kikkoman, aber ehrlich gesagt, hab ich wenig Erfahrung mit Sojaprodukten...)

Das Backrohr auf 220°C vorheizen.
Die Kürbiskerne mit dem Gomasio und der Sojasoße vermischen.
Die Kerne in einer Schicht aufs Backblech verteilen und 12 Minuten lang ins Rohr geben (am Ende hört man, wie die Kerne vereinzelt aufplatzen: dann ist es Zeit!)

Übrigens kann die Mischung auch mit anderen Kernen (z. B. Sonnenblumenkerne) hergestellt werden. Ehrlich, wenn man erst einmal mit dem Naschen anfängt, kann man wirklich nicht mehr aufhören. Tiens, ich hol mir gleich noch mal eine Ladung :-)
kurbiskerne

Dienstag, 19. Februar 2008

Hähnchen mit Schwarzwurzeln, Zitrone und Knoblauch

Nach meinen Rote-Bete-Ausschweifungen habe ich diese Woche schon wieder ein neues Gemüse in meinem Biokorb entdeckt: Schwarzwurzeln! Musste ich natürlich gleich ausgoogeln. Rezepte gibt es im Internet natürlich immer genug, aber irgendwie sprach mich keines so richtig an.
Bis mir einfiel, dass ich vor einigen Wochen ein Mini-TK-Hähnchen (450 g) gekauft hatte, um es irgendwann einmal babygerecht zuzubereiten. Tant pis, Baby kriegt ein anderes Mal Hähnchen, denn Schwarzwurzel passt anscheinend sehr gut zu einem saftigen Geflügel! Was ich mittlerweile bestätigen kann.

Für ein trautes Abendessen im kleinen Kreis:

- 1 Hähnchen (kann durch jedes andere Geflügel ersetzt werden)
- 6 Schwarzwurzeln
- 1 EL Zitronensaft oder Essig
- 3 EL Mehl
- 1/2 Zitrone, in feine Scheiben geschnitten
- 4 Knoblauchzehen, "im Hemd" (also wirklich mit der Schale)
- ein wenig Stangensellerie und Petersilie
- Salz und Cayenne-Pfeffer
- Olivenöl

Erst einmal die Schwarzwurzeln waschen und mit dem Gurkenschäler schälen (dazu am besten Gummihandschuhe anziehen, denn anscheinend hat der milchigweisse Saft der Schwarzwurzel beträchtliches Talent in Sachen Fingernägelverfärbung...).
Dann schräg in 5 cm lange Stücke schneiden und in eine Schüssel mit Essigwasser geben, damit das Gemüse schön weiß bleibt.
In einem Kochtopf reichlich Wasser zum Kochen bringen, grobes Meersalz und das Mehl dazugeben.
Die Schwarzwurzelstücke ca. 15 Minuten lang kochen. Abseihen.

Den Ofen auf 210°C (bei mir Thermostat 7) vorheizen.
Das aufgetaute (wenn TK) Hähnchen salzen und Cayenne-pfeffern. Das Hähnchen mit dem Sellerie, der Petersilie und zwei Zitronenscheiben füllen.
Die Schwarzwurzelstücke mit den Knoblauchzehen und den restlichen Zitronescheiben in einen kleinen Schmortopf geben, leicht salzen und mit 1 kleinen EL Olivenöl gut vermischen.
Das Hähnchen aufs Gemüse legen, mit etwas Olivenöl beträufeln.
Im Rohr ca. 35 Minuten lang braten.
coquelet
Ein wirklich 'abgerundetes' Essen! Den weichen Knoblauch aus der Schale drücken und aufs Brot streichen. Außerdem verleiht die geschmorte Zitrone dem Ganzen einen erfrischenden Geschmack. Wirklich sehr lecker. Und was isst Monsieur Léo?
Garten-Koch-Event

Orangen-Zitronen-Kuchen für ein einjähriges Männchen

Wie die Zeit vergeht! Seit einer Woche backe ich fast täglich an jouetleoirgendeinem Geburtstagskuchen, denn die Festlichkeiten zu Léos erstem Geburtstag haben eine geschlagene Woche gedauert! Den letzten Kuchen, den wir am Sonntag mit Freunden gegessen haben, fand ich besonders gelungen, babygerecht und angenehm schlicht.

Ich muss dazusagen, dass ich eine absolute Leidenschaft für Zitrusfrüchte besitze. Fällt mein Gourmet-Auge im Restaurant beim Lesen der Karte auf das Zauberwort "Zitronenkuchen" , ist meine Wahl auch schon getroffen. Mousse au chocolat, Tiramisù, profiteroles und ähnliche Leckereien müssen sich dann bei mir hinten anstellen... und das einzige Dessert, das eine Chance hat, ist haus- (sprich von Mamma) gemachter Apfelstrudel!
Seit ich Bioorangen und -zitronen kaufe, wandert kein Millimeter der wertvollen und aromatischen Fruchtschale mehr in die Mülltonne, sondern wird prinzipiell IMMER verwertet: Daube de boeuf mit Orangenschale und Nelken, Zitronensorbet, Apfelkompott mit Zimt und Zitrone, Orangensalz - und natürlich auch folgender Kuchen.

Für eine mittelgroße Gugelhupfform (1,5 l):

- 200 g weißes Mehl + ein wenig Mehl für die Kuchenform
- 1 KL Backpulver
- ½ KL Natron
- ¼ KL Tafelsalz
- Saft und geriebene Schale einer halben Biozitrone
- Saft und geriebene Schale einer halben Bioorange
- 90 ml flüssige Sahne
- 110 g weiche Butter, in Stücke geschnitten + 1 wenig Butter für die Kuchenform
- 150 g Zucker
- 3 Eier

Das Backrohr auf 175°C (Thermostat 5-6) vorheizen.
Die Gugelhupfform mit Butter einfetten und mit etwas Mehl ausstreuen. In den Kühlschrank stellen.
Das Mehl in eine Schüssel geben und Backpulver, Natron, Salz, Orangen- und Zitronenschale unterrühren.
Den Orangen- und Zitronensaft mit der flüssigen Sahne verrühren.
Die Butter mit dem Zucker mixen, bis die Mischung schön cremig ist.
Nun die Eier langsam unter die Buttercreme mixen. Anschließend die Sahne- und die Mehlmischung abwechslungsweise in kleinen Mengen hinzufügen.
Den Teig in die Gugelhupfform geben und ca. 50 Minuten lang backen (Piektest machen!).

Ich habe im letzten Augenblick noch beschlossen, eine Orangen-Zitronensoße dazuzumachen: Dafür einfach den Saft und die fein geriebene Schale einer halben Zitrone und einer halben Orange mit 3 EL Zucker erhitzen, bis sich der Zucker verflüssigt hat.

Übrigens werde ich die Soße beim nächsten Mal mit Staubzucker zubereiten und direkt über den warmen Kuchen gießen. Dazu den Kuchen, sobald er aus dem Rohr kommt, mit einem Zahnstocher an mehreren Stellen ‚durchlöchern’, damit die Soße gut in den Kuchen eindringen kann.

Leider handelt es sich bei meiner Gugelhupfform um ein gateaucitronErbstück in einigermaßen schlechtem Zustand, und ich muss gestehen, dass mir der Kuchen trotz reichlichem Einfetten ein wenig angebrannt ist... So habe ich einfach doppelt soviel Staubzucker darauf verteilt.

Gerade fällt mir ein, dass ich den Teig auch noch mit einem Tröpfchen Orangenlikör (am besten Grand Marnier) bereichern hätte können.

Während unser Geburtstagskind stundenlang an einem Stückchen Kuchen mümmelte und die Krümel in alle Windesrichtungen verstreute, aßen wir den Orangen-Zitronen-Kuchen mit Staubzucker, warmer Orangen-Zitronen-Soße und Kokosnusssorbet. Dazu gab es erst ein, dann zwei, und in manchen Fällen auch drei Gläschen Ratafia-Likörwein von unserem Winzerfreund aus Burgund. Herrlich!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Alles Gute, mein Léole!

Heute, jawohl am Valentinstag, feiert mein kleiner Léo seinen muffinsallerersten Geburtstag... !
Rein kulinarisch geschehen beschäftige ich mich schon seit Tagen, was sage ich, seit WOCHEN, mit der Frage, was für einen Geburtstagskuchen ich ihm für sein allererstes Fest backen sollte. Schokolade? Früchte? Welche Farbe? Cremig, mehrschichtig, kompliziert? Handlich, kompakt, babygerecht?

Ganz zufällig stieß ich beim Einkaufen im Supermarkt auf ein Kochbuch für Süßigkeiten und Naschereien und schlug zufällig eine Stelle auf, von der mir ein putzig-rosa Muffin entgegenstrahlte. Auf einmal war alles glasklar: Himbeermuffins, was denn sonst!

Für ca. 10 Muffins:
- 220 g Mehl
- 30 g Haferflocken
- 3 KL Backpulver
- 100 g Zucker
- eine Prise Salz
- 25 cl Milch
- 1 verquirltes Ei
- 75 g zerflossene Butter
- 200 g TK-Himbeeren (oder auch Heidelbeeren)

Das Rohr auf 200°C (Thermostat 7) vorheizen.

In einer Schüssel das Mehl mit den Haferflocken, dem Backpulver, Zucker und Salz vermischen.

In einer zweiten Schüssel die flüssigen Zutaten, also Milch, Ei, Butter, kurz untereinander rühren.

Nun die flüssigen Zutaten unter die Mehlmischung geben und ganz kurz verrühren (nur so lange, bis das Mehl die Flüssigkeit aufgenommen hat). Auf keinen Fall sollte ein Muffin-Teig gleichmäßig verrührt sein.

Die Himbeeren dazugeben. Noch einmal kurz durchrühren.

Den Teig in die leicht gefetteten Muffinformen geben (diese 3/4 hoch füllen) und im Rohr ca. 20 Minuten lang backen.
muffin
Mein Zwergele war entzückt und hat gleich schon zum Frühstück nach dem Fläschchen einen halben Muffin genossen!

Während ich das Rezept niederschreibe, fallen mir gleich tausend Varianten ein: die Haferflocken durch Kokosnusspulver ersetzen. Schokoladeflocken (weiße Schokolade?) dazugeben. Ein wenig Sahne? Zitrone...
Wie dem auch sei, ich glaube, dass mir in den nächsten Jahren noch eine ganze Menge Kindergeburtstagsfeste bevorstehen, und ich habe das Gefühl, dass bei solchen Anlässen Muffins, Cookies & Co. einfach immer Erfolg ernten!

Dienstag, 12. Februar 2008

Rote-Bete-Feldsalat mit Nüssen und frischem Ziegenkäse

Ich hab das Gefühl, dass ich diese Woche von nichts anderem als von Roten Beten spreche! Während ich diesen Artikel schreibe, warten in meinem Kühlschrank übrigens immer noch drei biologisch überaus hochwertige Exemplare der bekanntlich so gesunden - weil wertvoller Folsäuren- und Vitamin-B-Spender - und zu Unrecht verschmähten roten Knolle auf Weiterverwertung.
Die poppige Farbe der Roten Bete eignet sich natürlich hervorragend zu Salat und ihr süßlicher Geschmack passt wirklich sehr gut zu Feldsalat und 'lieblich' schmeckenden Frischkäsesorten wie Ricotta oder Ziegenkäse, sowie Nüssen (am besten finde ich Haselnüsse, aber leider hatte ich keine mehr, so hab ich zu Walnüssen gegriffen). Somit gab es bei uns gestern ein überaus dekoratives Salatgericht:

betterave2
Für 2 Personen:

- 2 Handvoll Feldsalat, gewaschen
- 1 vorgekochte Rote Bete, in feine Scheiben geschnitten
- 60 g Ziegenfrischkäse oder Ricotta
- 20 g Haselnüsse
- eine Vinaigrette aus 2 EL Weißweinessig, Salz und Pfeffer, sowie 4 EL Traubenkernöl (oder jedes andere geschmacksneutrale Öl, zum Beispiel Rapsöl)
- ein wenig Schnittlauch zur Verzierung

Die Haselnüsse in einer Pfanne 1-2 Minuten grillen (um Himmelswillen ohne Fett!), bis sie schön nussig riechen. Dann sofort aus der Pfanne entfernen, denn sonst verbrennen sie im Nullkommanix. Abkühlen lassen.

Den Feldsalat und die Roten Bete auf zwei Teller verteilen, die Vinaigrette darüberträufeln und gut vermischen.

Die Haselnüsse darüberstreuen und den Frischkäse mit einem kleinen Löffel häufchenförmig über den Salat verteilen.

Eventuell mit etwas fein gehacktem Schnittlauch verzieren.

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Junge, wie die Zeit vergeht. Nein, ich bin weder verhungert,...
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Zuletzt aktualisiert: 25. März, 14:55

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